Fischamend: Gfährlicher Brand in einem Chemiebetrieb

Gegen 8 Uhr morgens meldeten Anrainer eines Chemiebetriebes in Fischamend, dass auf dem Gelände ein Brand ausgebrochen sein dürfte. Zudem kam die Meldung, dass auch ein lauter Knall zu hören war. Innerhalb weniger Minuten rückten neun Feuerwehren mit 110 Mitgliedern und 29 Fahrzeugen aus, die am Einsatzort mit einer in Vollbrand stehenden Lagerhalle konfrontiert waren.

Der Einsatzleiter entschloss sich zu einem umfassenden Außen- und Innenangriff, bei dem auch spezieller Löschschaum, eine Vielzahl an Atemschutztrupps und auch Wasserwerfer eingesetzt wurden. Nach einer ersten Erkundung stand fest, dass vermutlich zwei Fässer mit Lösungsmitteln in Brand geraten sein dürften. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen und sorgte für dutzende Notrufe bei der Feuerwehr. Um eine Umweltgefährdung durch Löschwasser zu verhindern, wurde in der angrenzenden Fischa eine Ölsperre errichtet. Aus demselben Bach wurde auch Wasser zu den Tanklöschfahrzeugen am Einsatzort gepumpt. Den Feuerwehren ist es gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Lagerhallen zu verhindern. Ein Mitarbeiter des Unternehmens erlitt leichte Verbrennungen und musste medizinisch betreut werden.

Während den Lösch- bzw. Sicherungsarbeiten ging ein weiterer Notruf in der Alarmzentrale in Schwechat ein. „Wohnhausbrand für die Feuerwehr Fischamend“ lautete der Alarmtext. Da im Chemiebetrieb bereits "Brand Aus" gegeben war, wurden mehrere Feuerwehren abgezogen bzw. weitere nachalarmiert. Aus unbekannter Ursache kam es in einem Wohnhaus zu einem Brand. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehrkräfte konnte schlimmeres verhindert werden.

Gegen 14 Uhr konnten nun alle Feuerwehren wieder einrücken und ihre Einsatzbereitschaft herstellen.


Drucken   E-Mail
Einsatzart: Technischer Einsatz (T1)