Feuerwehrmann auf Dienstfahrt als Lebensretter

In letzter Sekunde konnte ein Himberger Feuerwehrmann einen herannahenden Personebezug vor einem am Gleis stehenden Fahrzeug auf einem Bahnübergang in Himberg warnen. Der Personenzug kam durch eine Notbremsung gerade noch rechtzeitig, wenige Meter vor dem Auto zu stehen.

Zu einer Beinahe-Katastrophe kam es am Mittwoch dem 11.12.2019 kurz nach 17:00 Uhr auf dem Bahnübergang in der Ebergassingerstraße in Himberg. Die Lenkerin eines Fahrzeuges war aufgrund eines Fahrfehlers auf die Gleise der Ostbahn abgebogen und ist dort in weiterer Folge fahrunfähig zum Stillstand gekommen. Genau in diesem Moment befand sich OFM Philipp Neuhold zufällig auf einer Dienstfahrt mit dem Mannschaftstransportfahrzeug auf genau derselben Straße und bemerkte sofort die Ernsthaftigkeit der Lage.

Ohne zu zögern machte er einen bereits herannahenden Personenzug mittels Blaulicht und kreisender Handlampe auf die Gefahr aufmerksam. Dieser kam dank einer Notbremsung gerade noch rechtzeitig, wenige Meter vor dem Auto, zum Stillstand. In weiterer Folge tätigte er den Notruf und setzte die Rettungskette in Gang. Bis zum Eintreffen der weiteren Einsatzkräfte betreute er mit zwei weiteren zufällig vorbeikommenden Feuerwehrkameraden die geschockte Fahrerin des PKW.

Am Einsatzort wurde auf die Freigabe des Notfallleiters der ÖBB gewartet, die bestätigt, dass der Zugverkehr im betroffenen Bereich definitiv eingestellt worden ist. Nach Freigabe durch diese wurde mit der raschen Bergung des Fahrzeuges begonnen um den regen Pendlerverkehr der Bahnen als auch den Berufsverkehr nicht zu sehr zu beeinträchtigen. Mittels Seilwinde des schweren Rüstfahrzeuges sowie Kantholz konnte das Fahrzeug rasch aus der misslichen Lage befreit werden.

Durch das rasche Einschreiten unseres Kameraden konnte definitiv schlimmeres verhindert werden. So wurde glücklicherweise niemand bei diesem Zwischenfall verletzt. Nach der Bergung des Fahrzeuges wurde die Einsatzstelle an die Polizei bzw. den Notfallkoordinator der ÖBB übergeben.

Bericht und Fotos: Pressestelle Feuerwehr Himberg